8 Fragen an Regierungsrätin Heidi Hanselmann

Heidi Hanselmann

Heidi Hanselmann ist seit 2004 Vorsteherin des Gesundheitsdepartements im Kanton St. Gallen. Als jüngste Tochter eines Polizisten und einer Hausfrau, wurde Frau Hanselmann 1961 in Rorschacherberg geboren. Nach ihrer sechsjährigen Tätigkeit als Primarlehrerin in Au, schloss sie 1992 ihr Studium für Logopädie an der Hochschule für Heilpädagogik in Zürich ab und startete 1996 als Kantonsrätin in der Politik durch.

Vier Fragen zur Person

  1. Was machen Sie nach dem Aufstehen als Erstes?
    Ich trinke einen Espresso, geniesse den Anblick der Churfirsten und lese die Zeitung.
  2. Wer oder was inspiriert Sie? Und wieso?
    Zum einen ist es Hannah Arendt. Sie hat ihr Leben als Frau und Jüdin emanzipiert und der Sache verpflichtet geradlinig gelebt. Sie leistete Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime. Weder durch ihre eigene Inhaftierung noch durch heftigste Kritik an ihrem Buch zum Eichmannprozess, «ein Bericht von der Banalität des Bösen», liess sie sich von ihrem Weg abbringen. Sie wurde zu einer der bedeutendsten politischen Denkerinnen unserer Zeit. Zum andern ist es Ernest Shackleton, ein berühmter Polarforscher seiner Zeit. Ihm gelang es (1914-1917) trotz praktisch hoffnungsloser Lage mit seinen herausragenden Führungsqualitäten seine jahrelang im ewigen Eis gestrandete Mannschaft in gesundheitlich stabilem Zustand zurück nach Hause zu bringen. Das Buch «Shackletons Führungskunst» geschrieben von Margot Morell und Stephanie Capparell ist eine Lektüre, die man nicht verpassen sollte.
  3. Was war mit 10 Jahren Ihr Traumberuf?
    Strampelhöschen, Baby-Bürsten-Milchflaschen und vieles mehr gehörten in den Ferien bei meiner Gotte zum Alltag. Sie war Hebamme und ich durfte sie oft bei der Betreuung von Wöchnerinnen begleiten und mithelfen. Ja, so wie mein Gotti wollte ich auch werden. Allerdings wollte ich diese Tätigkeit mit Kunstturnen ergänzen. Als begeisterte Sportlerin liess ich mir kein Schnuppertraining oder den schlichten Trainingsbesuch als Zuschauerin beim nationalen Kader der schweizerischen Kunstturnerinnen entgehen. Oft fanden Trainingswochen in St. Margrethen, an unserem damaligen Wohnort, statt. Stundenlang beobachtete ich die Übungseinheiten am Stufenbarren, auf dem Schwebebalken oder beim Bodenturnen. Hebamme und Kunstturnerin, das schien mir als 10 jähriges Mädchen eine spannende Berufskombination zu sein.
  4. Was würden Sie gerne einmal tun, dass Sie bisher nicht getan haben?
    Einmal auf einem 8000er stehen, vielleicht dem Cho Oyu im Himalaya. Für mich als leidenschaftliche Bergsteigerin ein Wunschtraum.

Vier Fragen zur St. Galler Kantonalbank

  1. Wie würden Sie die St. Galler Kantonalbank mit 3 Begriffen charakterisieren?
    - Aus der Region für die Region Ostschweiz
    - Verlässlich auch für Kleinkundinnen und Kleinkunden
    - Stabil und vertrauensvoll
  2. Die St. Galler Kantonalbank ist ein traditionsreiches Unternehmen. Was bedeutet Ihnen Tradition?
  3. Traditionen sind wichtig und wertvoll. Sie führen Menschen zusammen und geben Halt in einer sich ständig verändernden Welt. Traditionen erinnern an die Vergangenheit und geben uns Wegweisendes mit für die Zukunft. Werte, denen wir Sorge tragen sollten.
  4. Was ist Ihre Erwartung an die St. Galler Kantonalbank?
    Mein erstes Sparkonto haben mir meine Eltern auf der St. Galler Kantonalbank eröffnet. Für sie verkörperte diese Bank das wertvollste Gut: Vertrauen. Als langjährige Kundin erwarte ich, dass dieses Vertrauen nicht missbraucht wird, dass der professionelle Umgang mit finanziellen Mitteln in einer Zeit und in einer Welt, die von Renditenmaximierung getrieben ist, von ethischem Handeln geprägt ist und sich diesem auch verpflichtet fühlt. Augenmass in allen Belangen und eine gewisse Bescheidenheit sollen die täglichen Arbeiten begleiten und so die Firmenphilosophie charakterisieren.
  5. Welchen Finanztipp möchten Sie unseren Leserinnen auf den Weg geben?
    Auf ethischen Umgang mit Geld achten, sei es beim Einkaufen, in der eigenen Firma oder beim Anlegen von Kapital. Kompetente Beratung im Voraus beiziehen. Die St. Galler Kantonalbank geht mit ihrer massgeschneiderten Beratung und ihrem Engagement im Bereich Frau und Finanzen einen vielversprechenden Weg und trägt damit den verschiedenen Lebensbiografien von Frauen Rechnung. Für mich ein Angebot, das ich weiterempfehlen kann.