VIVANTI-Magazin

Spannende Interviews mit Promis und Finanzexperten und viele Tipps zu den Themen Vorsorge, Sparen, Erben und Vererben, Wohnen und Pensionieren.

Schwerpunkt des neuen Vorsorgemagazins VIVANTI ist das Thema «Frankenschock und Negativzinsen – was bedeutet das für meine Vorsorge». Nebst einem spannenden Interview mit Nayla und Milo Stössel sowie einem interessanten Kundenporträt finden Sie viele wertvolle Ratgeber.

Juni-Ausgabe des VIVANTI-Magazin downloaden

VIVANTI Titelseite, Ausgabe 01/15

Ratgeber

Wertvolle Tipps rund um die Finanz- und Vorsorgeplanung.

Ratgeber Vivanti Magazin, 01/15, Flattarif

Der St. Galler Kantonsrat hat dem einheitlichen Abgabesatz für Bezüge aus der 2. und 3. Säule zugestimmt. Bisher wurden die Bezüge nach ihrer Höhe progressiv besteuert, das heisst: je höher der Bezug der Vorsorgegelder, desto höher ist der Abgabesatz. Dies soll sich ab 1. Januar 2016 zugunsten eines einheitlichen Flattarifs ändern. Auch bei der Annahme des Flattarifs sind mehrere 3a-Konti nach wie vor richtig. Denn die Vorsorgegelder lassen sich nur mit mehreren Konti flexibel auf mehrere Jahre gestaffelt auflösen. Ein weiterer Grund, der für mehrere 3a-Konti spricht: Der Flattarif gilt nur für den Kanton; beim Bund besteht weiterhin eine Progression. Der neue Flattarif ist jedoch noch nicht definitiv. In einer zweiten Lesung wird der St. Galler Kantonsrat nochmals abstimmen, ob der einheitliche Abgabesatz ab nächstem Jahr tatsächlich in Kraft treten soll.

Ratgeber Vivanti Magazin, 01/15, Pensionskasse

Für Personen, die finanziell dazu in der Lage sind, ist die Pensionskasse eine gute Alternative, effizient mehr Geld fürs Alter anzusparen. Mit den freiwilligen Einkäufen in die Pensionskasse lässt sich zudem effektiv Steuern sparen, da man den eingezahlten Betrag vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abziehen kann. Selbst wenn man über den finanziellen Spielraum für freiwillige Einzahlungen verfügt, erfüllt man manchmal die Anforderungen nicht und die Pensionskasse wird kein zusätzliches Geld als abzugsfähigen Einkauf entgegennehmen. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn Sie zuvor einen Vorbezug für Ihr Eigenheim getätigt haben. Freiwillige Einlagen sind erst wieder zulässig, wenn der Vorbezug zurückbezahlt ist. Bitte beachten Sie: Einkaufsbeträge dürfen frühestens nach drei Jahren wieder bar ausbezahlt werden. Der letztmögliche Zeitpunkt für Einzahlungen bei Kapitalbezug ist deshalb drei Jahre vor der Pensionierung. Bei Rentenbezug kann grundsätzlich auch im letzten Jahr noch einbezahlt werden.

Vivanti Magazin, 01/15, Grundstückgewinnsteuer

Vom Verkaufsgewinn einer Liegenschaft schneidet sich der Fiskus ein Stück ab. Besteuert wird die Differenz zwischen dem Kauf- und dem Verkaufspreis. Aber auch die sogenannten «wertvermehrenden Investitionen» gehören dazu – so werden alle Liegenschaftsausgaben bezeichnet, die nicht dem gewöhnlichen Unterhalt zugeordnet werden können. Es ist daher wichtig, sämtliche wertvermehrenden Aufwendungen gut zu dokumentieren und sicher aufzubewahren. Die Grundstückgewinnsteuer hängt nicht nur von der Höhe des Gewinns ab, sondern auch von der Selbstnutzungsdauer: Je länger die Liegenschaft selber bewohnt wurde, desto günstiger ist in der Regel die Grundstückgewinnsteuer. Wenn ein hoher Gewinn zu erwarten ist, kann es sich daher lohnen, mit dem Verkauf noch ein paar Jahre zuzuwarten, um von einem tieferen Steuersatz zu profitieren. Ab einer bestimmten Besitzdauer ist der maximale Steuerrabatt erreicht, in St. Gallen nach 35 bis 42 Jahren (je nach Gewinnhöhe).

Ratgeber aus früheren Magazinen

Testament und Erbrechtsfragen frühzeitig regeln

Damit nach Ihrem Tod Ihr Vermögen Ihren Wünschen entsprechend aufgeteilt wird, bedarf es einer vorausschauenden Nachlassplanung. Das ist anspruchsvoll und abhängig von den aktuellen güter- und erbrechtlichen Vorschriften in der Schweiz. Damit Sie für Ihre persönlichen Bedürfnisse die beste Lösung finden, lohnt es sich, mit einem unabhängigen Experten darüber zu sprechen.

Neue Hypothek nach der Pensionierung

Mit der Pensionierung fragen sich viele Eigenheimbesitzer: Kann ich mir die Hypothek noch leisten? Und kann ich auch eine Hypothek abschliessen? Wenn die Einkommensverhältnisse bei der Rente ausreichen, steht dem grundsätzlich nichts im Weg. Eine umsichtige Pensionsplanung ist allerdings unerlässlich und sollte möglichst frühzeitig erfolgen. Entscheidend ist dabei, nebst der Höhe der Hypothek auch eine sinnvolle Amortisation zu wählen.

Vorsorgen und Steuern sparen

Mit einem Sparen 3 Konto profitieren Sie von markanten Steuervorteilen und sorgen für Ihr Alter vor. Darüber hinaus können Sie gespartes Kapital der Säule 3a unter anderem für den Erwerb von Wohneigentum, für die Amortisation einer Hypothek oder als Startkapital für Ihr eigenes Unternehmen einsetzen.

Damit Sie im Jahr 2015 von einer Steuerersparnis profitieren, haben Sie noch bis Ende Jahr Gelegenheit für eine Einzahlung in die Säule 3a.

Mit der SGKB App Rechnungen einscannen

Die St.Galler Kantonalbank begleitet Sie auch auf Ihrem Smartphone. Mit der neuen SGKB App können Sie jetzt Ihre Rechnungen ganz einfach einscannen, um Ihre Zahlungen in Auftrag zu geben. Die App bietet nebst dem Zugang zum Mobile Banking und der Scan-Funktion nützliche Informationen rund um die St.Galler Kantonalbank. Beziehen Sie die SGKB App kostenlos aus dem AppStore (Apple) oder auf Google Play (Android).
 

Wohin mit dem Vorsorgeauftrag?

Mit einem Vorsorgeauftrag schaffen Sie Klarheit darüber, wer für Sie einspringt, wenn Sie selber es nicht mehr können. Seit Januar 2013 ist ein Vorsorgeauftrag gesetzlich normiert. Bisher war im Kanton St.Gallen jedoch noch unklar, wo dieser deponiert werden soll. Gemäss Vorschlag der Regierung sind voraussichtlich Anfang 2015 die vier St.Galler Amtsnotariate für die Aufbewahrung der Vorsorgeaufträge zuständig.

Vorsorgen und Steuern sparen

Kann man nach der Pensionierung noch in die Säule 3a einzahlen? Ja, wenn Sie über das ordentliche Rentenalter hinaus erwerbstätig sind, können Sie bis zu fünf Jahre nach Erreichen des AHV-Rentenalters in die gebundene dritte Säule einzahlen. Auch den Bezug der Gelder können Sie bis zur endgültigen Aufgabe der Erwerbstätigkeit aufschieben. Für beide Fälle gilt dies bis maximal zur Vollendung des 69. Altersjahrs bei Frauen bzw. des 70. Altersjahrs bei Männern.

Mit dieser Massnahme können Sie Steuern sparen und gleichzeitig Ihre Altersvorsorge aufbessern. Prüfen Sie zudem frühzeitig, ob es sich für Sie lohnt, den Bezug der AHV- und Pensionskassenrente aufzuschieben und dadurch von einer lebenslänglich höheren Rente zu profitieren. Die Verbindung von Rente und Erwerbseinkommen kann zu unnötig hohen Steuern führen, wenn man nicht auf beide Einkommen angewiesen ist.

Willensvollstrecker

Die Vornahme einer Erbteilung im Sinne des Verstorbenen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Erben sind damit oft überfordert, gibt es doch mannigfache Aufgaben administrativer wie juristischer Art zu erledigen. Wenn die Erben weit entfernt leben, Streit vorprogrammiert ist, das Testament Unklarheiten enthält oder sonst Schwierigkeiten auftauchen oder die Erbmasse besonders umfangreich und der Nachlass komplex ist, verschärft sich die Problematik zusätzlich. In Anbetracht solcher Schwierigkeiten kann der Nachlass ins Stocken geraten. Schlimmstenfalls kann gar die Bewirtschaftung des Nachlasses vernachlässigt oder die Erbschaft in ihrem Wert geschmälert werden.

Solche Probleme kann man vermeiden, indem man einen kompetenten und geeigneten Willensvollstrecker einsetzt. Der Willensvollstrecker vollzieht den Nachlass gemäss den Wünschen des Verstorbenen oder, wo solche fehlen, nach dem Gesetz und sorgt für eine rasche Erbteilung, in der alle Aspekte berücksichtigt werden. Überlegen Sie sich gut, wen Sie mit der Willensvollstreckung beauftragen. Grundsätzlich kann jede natürliche oder juristische Person – zum Beispiel die St.Galler Kantonalbank – diese Aufgabe übernehmen. Eine unabhängige Institution, die über das erforderliche Fachwissen und über langjährige Erfahrung in erbrechtlichen Angelegenheiten verfügt, ist sicher eine gute Wahl.

Pensionierung aufschieben

Wer länger als bis zur ordentlichen Pensionierung arbeitet, kann seine finanzielle Situation entscheidend verbessern. Aber Achtung: Wird die veränderte Vorsorgesituation nicht auf die aufgeschobene Pensionierung abgestimmt, verpufft ein Teil des Zusatzeinkommens in Form von einer erhöhten Steuerbelastung. AHV: Erwerbstätige, die mit 65 (bzw. 64 bei Frauen) noch nicht auf die AHV-Rente angewiesen sind und ein hohes steuerbares Einkommen aufweisen, das nach der Pensionierung wegfällt oder stark reduziert wird, sollten einen Aufschub der Rente prüfen. So bekommen sie später eine höhere Rente und sparen zudem noch Steuern. Der Rentenbezug erhöht das steuerbare Einkommen. Je nachdem, wie hoch die übrigen Einkünfte sind, gehen bis zu 40 Prozent der AHV-Rente an den Fiskus!

Pensionskasse: Wer nach dem ordentlichen Rentenalter erwerbstätig bleibt, kann bei Einwilligung des Arbeitgebers und entsprechenden Bestimmungen seiner Pensionskasse seine zweite Säule weiterführen. Dies kann in Bezug auf die Steuern sinnvoll sein, weil sonst das Erwerbseinkommen und die Pensionskassenrente vollständig als Einkommen versteuert werden müssen. Klären Sie jedoch genau ab, ob diese Möglichkeit tatsächlich lohnenswert für Ihren individuellen Fall ist.